"Notruf Feuerwehr und Rettungsdienst, wo genau ist der Notfallort?" - so oder ähnlich lautet vielerorts in Deutschland der erste Satz des Disponenten, wenn man die 112 wählt. Das hat nichts mit Unfreundlichkeit zu tun, diese Gesprächseröffnung hilft dem Disponenten sofort die Information zu erhalten, die für jede Alarmierung von Einsatzkräften, egal ob Feuerwehr oder Rettungsdienst, essentiell ist: die genaue Angabe des Notfallortes. 

Doch was ist, wenn man selbst nicht weiß, wo man genau ist? Beim Spaziergang im Wald, der langen Autobahnfahrt in fremden Gebieten oder in der großen Gartenanlage, es gibt einige Situationen, in der eine genaue Ortsbeschreibung durch den Anrufer nicht möglich ist.

Die Zentrale Leitstelle Ostthüringen hat deshalb die AML-Technologie (engl.: Advanced Mobile Location) eingeführt, die auch schon in anderen Leitstellen deutschlandweit Verwendung findet. AML erlaubt es den Leitstellendisponenten den Anrufenden oft metergenau zu orten. Die Funktion ist in allen neueren Smartphones einprogrammiert und nicht abschaltbar, selbst wenn das GPS ausgeschaltet ist, wird es automatisch aktiviert. Über einen zentralen Endpunkt in Freiburg gelangen die Daten dann innerhalb von Sekunden zu der Leitstelle. So können die Einsatzkräfte auch in schwierigen Gebieten zielgenau an den Einsatzort geleitet werden.

Aber bitte vergesst nicht: Die Leitstellendisponenten werden euch trotzdem genau nach dem Notfallort fragen. Diese Technik bietet eine Ergänzung und Rückfallebene zu euren Angaben.

Deshalb merkt euch immer die 5 W's:

  • Wo ist es passiert
  • Was ist passiert
  • Wie viele Verletzte
  • Welche Art von Verletzungen / Erkrankungen
  • Warten auf Rückfragen

24h am Tag / 7 Tage die Woche / 365 Tage im Jahr für eure Sicherheit.


 Bildquelle: Feuerwehr Gera

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