Die Zentrale Leitstelle Ostthüringen (ZLS)

 

Die ZLS Ostthüringen befindet sich im Gebäude des Fachdienstes Brand- und Katastrophenschutz der Stadt Gera, in der Berliner Straße 153, 07546 Gera.
Der Zuständigkeitsbereich der ZLS Gera umfasst die Landkreise Greiz und Altenburger Land sowie die kreisfreie Stadt Gera.

Die offizielle Eröffnung der ZLS Gera als Integrierte Regionalleitstelle – Rettungsdienst, Feuerwehr und Katastrophenschutz gemeinsam - erfolgte im April 1992 mit den damaligen Kreisen Gera-Stadt und Gera-Land als Ver-sorgungsgebiet.

Anfang 1994 wurde der Kreis Zeulenroda (Altkreis) aufgeschaltet. Im Dezember 1994 / Januar 1995 folgten der Kreis Altenburger Land (im Rettungsdienst) sowie der Restbereich des Kreises Greiz. Mit der Aufschaltung der Feuer-wehren Altenburger Land ist seit dem März 1996 ein vorläufiger Schlusspunkt im Ausbau der ZLS Gera erreicht.

Im Zuständigkeitsbereich der ZLS Gera leben etwa 298.000 Menschen in 550 Ortschaften und 16 Städten, auf einer Fläche von ca. 1564 km², bei einer Nord-Süd Ausdehnung von ca. 66 km und einer Ost-West Ausdehnung von ca. 55 km.

Die Aufgaben der ZLS Gera sind vielfältig, mit folgenden Schwerpunkten:

• Alarmieren und Führen des Rettungsdienstes (KTW, RTW, NEF)

• Alarmieren und Führen der Feuerwehren

• Alarmieren und Führen der Katastrophenschutzeinheiten

• Vermittlung des Kassenärztlichen Notfalldienstes der KVT im Bereich Gera

• Auskünfte über Bereitschaftsdienste (z.B. Augenärzte, Kinderärzte) und Ansprechpartner

• Annahme und Weitergabe von Hilfeersuchen außerhalb der Dienstzeit von Gemeindeverwaltungen

 

Die heutige ZLS Gera, zuständig für die kreisfreie Stadt Gera und die Landkreise Altenburger Land und Greiz wurde im Jahr 2008 erneuert und nahm am 1. Dezember 2009 ihren Dienstbetrieb auf. Die offizielle Einweihung erfolgte am 26. Februar 2009.

 Feuerwehr- und Rettungsleitstelle Ostthüringen in Gera Im Fachgebiet Zentrale Leitstelle des Fachdienstes Brand- und Katastrophenschutz der Stadt Gera arbeiten insgesamt 25 Mitarbeiter – 22 Disponenten/ -innen mit Wechselschichtmodell, 1 Sach-bearbeiter Informationstechnik, 1 Sachbearbeiter Einsatzvorbereitung und 1 Fachgebietsleiter.
Leitstelle bis zum 30.11.2008
 
Die Disponenten versehen ihren Dienst wochentags im 8-Stunden- und am Wochenende in einem 12-Stunden-Schichtrhythmus. Entsprechend des Einsatzauf-kommens variiert die Dienst-stärke von 3 bis 4 Disponenten, maximal (z.B. bei einem Katas-trophenfall) können aufgrund der technischen Ausstattung fünf Disponenten gleichzeitig arbeiten.
ls-neu-klein
                                                                                   Leitstelle ab 01.12.2008

 

Die Disponenten besitzen alle eine Ausbildung zum Rettungssanitäter / -assistenten, sowie eine Feuerwehrausbildung im mittleren feuerwehr-technischen Dienst.
Die Mitarbeiter arbeiten an 5 gleich ausgestatteten Leitstellenarbeitsplätzen. Dort erfolgen die Notrufentgegennahme sowie die Abwicklung des Funkverkehrs und alle anderen Telefongespräche über das Vermittlungs- und Abfragesystem der Firma Siemens (VAS-B). Mittel der Einsatzleitsoftware „Cobra" der Firma ISE realisieren die Mitarbeiter das Aufnehmen, Disponieren und Verwalten der Einsätze.

Alle Notrufe, sowie die Kommunikation zwischen den Einsatzkräften und der ZLS Gera, werden entsprechend der gesetzlichen Vorgaben mittels Kurz- und Langzeitdokumentation gespeichert.

Der Funkverkehr wird im 4m-Band als Gleichwellenfunksystem mit 8 Relaisstellen (Standorte: Gera-Langenberg, Greiz - Kuhberg, Zeulenroda, Münchenbernsdorf - Hohe Reuth, Rückersdorf, Meuselwitz, Altenburg und Schmölln) aufrechterhalten. Weiterhin können sich die Einsatzkräfte mittels eines Statussystems von den Funkgeräten ihrer Einsatzfahrzeuge mit der ZLS Gera verständigen. Die Alarmierung der Einsatzkräfte des Rettungsdienstes, der Feuerwehren und des Katastrophenschutzes erfolgt über Funkmeldeempfänger und/oder Sirenen mit Hilfe des Einsatzleitrechners entsprechend den Vorgaben der Aufgabenträger.

Im Versorgungsgebiet gibt es 10 Rettungswachenstandorte mit 6 NEF (Notarzt-Einsatzfahrzeug), 14 RTW (Rettungstransportwagen) und 14 KTW (Kranken-transportwagen), welche je nach Wochentag und Tageszeit in unterschiedlicher Anzahl vorgehalten werden. Weiterhin gibt es im Leitstellengebiet 207 Feuerwehren mit ungefähr 400 Einsatzfahrzeugen.

Betrachtet man ein Kalenderjahr ergeben sich folgende Summen von Einsätzen:

 
leitstelle statistik 2016
 
     

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Donnerstag, 19. Oktober 2017

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