Seit Montag dem 18. Juli 2022 musste die Feuerwehr Gera zu zwölf Vegetationsbränden im Stadtgebiet ausrücken. Wald, Wiesen und Felder sind staubtrocken und brandgefährlich. Der kleinste Funke, ein heißer Auspuff eines Fahrzeugs, eine unachtsam weggeworfene Glasflasche lassen einen Brand entstehen. Angefacht durch den Wind breitet sich das Feuer dann rasend schnell aus und ist nur schwer zu bekämpfen.

Kaum zugängliche Einsatzstellen, steile Hänge, eine aufwändige Löschwasserversorgung und die anhaltende große Hitze machen die Brandbekämpfung jedes Mal zu einem Kraftakt. Die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Gera leisten übermenschliches. Unzählige Stunden, neben ihren eigentlichen Jobs und Familie, investieren sie ins Ehrenamt. Tag und Nacht einsatzbereit, der Verzicht auf Schlaf und Erholung nach der Arbeit ... alles für die Sicherheit der Stadt Gera. Neben den hauptamtlichen Kräften der Berufsfeuerwehr sind sie ein unverzichtbarer Teil der Feuerwehr Gera. Ohne sie wäre dies alles nicht zu schaffen. Ein besonderer Dank geht auch an die anderen Hilfsorganisationen, sei es der Rettungsdienst oder die Betreuungs- und Versorgungszüge von DRK und ASB, welche immer für eine Versorgung mit Speisen und Getränken sorgen.

Im gesamten Gebiet der Zentralen Leitstelle Gera, Landkreis Greiz, Saale-Orla-Kreis und dem Altenburger Land wurden seit Montag 44 Brände im Wald und auf Feldern und Wiesen bekämpft. Hier leisten die Feuerwehren gerade ebenso Großes! Meist auch über das Ehrenamt.

Auch in den kommenden Tagen bleibt es heiß und trocken. Wir bitten alle Bürgerinnen und Bürger wiederholt, besonders vorsichtig zu sein. Kein offenes Feuer im Freien, keine Zigaretten achtlos aus dem Fahrzeug werfen und Wald, Wiesen und Felder nicht befahren! Helft alle Brände zu verhindern! Es ist ganz einfach.

Neben den Bränden läuft das normale Einsatzaufkommen natürlich weiter, Türnotöffnungen, Brandmeldungen in Wohnungen und Betrieben, Verkehrsunfälle, erste Hilfe Einsätze und die Notfallrettung. All dies kommt noch zu den vielen Vegetationsbränden dazu.

Natürlich braucht es nach jedem Einsatz auch eine umfangreiche Nachbearbeitung. Atemschutzgeräte müssen gereinigt und geprüft, die verschmutze Einsatzbekleidung gewaschen und getrocknet und Kilometer an Schläuchen gewaschen und geprüft werden.

Die Disponentinnen und Disponenten der Zentralen Leitstelle Gera kommen kaum eine Minute zur Ruhe. Ein deutlich erhöhtes Einsatzaufkommen spüren sie als erstes und müssen die vorhandenen Einsatzmittel genau koordinieren und lenken.


Bildquelle: bw.pictures, David Breidert und Feuerwehr Gera

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