Am Donnerstag, dem 3. Dezember, übergab das Chemiewerk Bad Köstritz (CWK) 1.000 Liter Desinfektionsmittel an den Krisenstab der Stadt Gera. Es ist bereits die vierte Lieferung seit Beginn der Pandemie. 

Sebastian Hörle, Fachberater Rettungsdienst im Krisenstab, dankte im Auftrag von Bürgermeister und Krisenstabsleiter Kurt Dannenberg dem Geschäftsführer des Chemiewerks, Dr. Lars Böttcher, für die fortlaufende Unterstützung. Seit Frühjahr 2020 wurden rund 6.000 Liter der gebrauchsfertigen Händedesinfektion in Bad Köstritz angemischt und für die Nachbarstadt Gera bereitgestellt.

Als Ende März bundesweit Lieferengpässe bei Desinfektionsmitteln bestanden, fand der Geraer Krisenstab im nahegelegenen Bad Köstritz und dem dort ansässigen Chemiewerk einen Partner, der schnell und unkompliziert Hilfe anbieten konnte. Lösungen zur Handdesinfektion gehören eigentlich nicht zur Produktpalette des Werks, aber eine Allgemeinverfügung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin gestattet derzeit Betrieben der chemischen Industrie unter Auflagen solche Mittel herzustellen, um Apotheken und Unternehmen der pharmazeutischen Industrie zu entlasten. Den Grundstoff für die Herstellung der gebrauchsfertigen Lösung zur hygienischen Handdesinfektion liefert ein Zeitzer Bioethanolhersteller.

"Als uns im März die Anfrage des Geraer Krisenstabs erreichte, ob wir aus einem bereitgestellten Grundstoff gebrauchsfertige Händedesinfektion herstellen könnten, haben wir keinen Moment gezögert, unsere nachbarschaftliche Hilfe anzubieten. In Zeiten der Pandemie müssen alle zusammenstehen, und es ist ja bekannt, dass richtige Handhygiene einen wichtigen Beitrag dazu leistet, das Ansteckungsrisiko zu mindern", so Lars Böttcher, Geschäftsführer CWK.

Norman Pilling und Oliver Krause, beide Mitarbeiter des Krisenstabes, sicherten den Transport des Behälters mit einem Fahrzeug des Katastrophenschutzes. Die zwei übernehmen im Anschluss auch die Abfüllung der Handdesinfektion in kleine Kanister und Flaschen sowie die Verteilung und Auslieferung an soziale und städtische Einrichtungen.


 Bildquelle: Feuerwehr Gera

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