Die Tauchergruppe der Berufsfeuerwehr Gera feiert in diesem Jahr ihr 60-jähriges Bestehen. Gegründet wurde sie im September 1959 mit den Hauptaufgaben der Rettung und Bergung von Menschen und Sachwerten, der Beseitigung von Havarien in der Wirtschaft und der Ausführung von Unterwasserarbeiten. Nachdem anfangs noch mit einfachen Mitteln, wie z.B. einem Ziegelstein statt Tarierblei und einem Gymnastikanzug statt einem Tauchanzug gearbeitet wurde, wurde mit der Zeit immer weiter aufgerüstet und bessere Ausrüstung beschafft.

1979 wurde eine transportable Tauchereinmanndruckkammer angeschafft, welche auch als Rettungsmittel für die Taucher selber diente. Außerdem wurde weiter aufgerüstet, durch eine Unterwasser-Funkanlage, bessere Tauchanzüge und Atemregler. Trotz der zentralen Beschaffungen über die Taucherbasis in Berlin wurde bis 1989 viel in Eigeninitiative und mit großem Aufwand an Arbeitszeit erreicht, vor allem der Bau einer Transportlafette für die Taucherdruckkammer und der Umbau des RTGW (Rettungsgerätewagen) zum TGW (Tauchgerätewagen). Durch diese Umbauten wurde es erst möglich, die Ausrückezeiten stark zu verkürzen, da zuvor immer die komplette Taucherausrüstung samt Druckkammer bei einem Einsatz erst verladen werden musste.

Ab Mai 1987 stand nun ein ständig einsatzbereites Fahrzeug zur Verfügung, welches sofort ausrücken konnte. Zusätzlich konnten die Anmarschzeiten nach 1990 durch den Einsatz von Rettungshubschraubern weiter drastisch verringert werden. In der unmittelbaren Zeit nach der Wende stand die Zukunft der Tauchergruppe auf der Kippe, jedoch wurde schnell klar, dass diese Einheit unbedingt erhalten bleiben muss, aufgrund der vorhandenen Technik und Erfahrung und der Tatsache, dass es zu dem Zeitpunkt keine weiteren Tauchergruppen in Thüringen gab. Anfang der 90er Jahre wurde neue, DIN-gerechte Ausrüstung angeschafft und somit der Fortbestand der Tauchergruppe gesichert.

In den Folgejahren wurde immer weiter in neue Technik investiert und 2005 wurde sogar ein neuer MTF-Wasserrettung (Mannschaftstransportwagen) beschafft, welcher zu 100% vom Land gefördert wurde. Dazu kam neue Ausrüstung wie Trockentauchanzüge, Hebekissen und ein neues Tauchertelefon. 2011 konnte die Tauchergruppe ein Hochwasserboot in Dienst stellen, welches im Jahr 2013 erfolgreich beim Hochwasser in Gera zum Einsatz kam.


Bildmaterial: Feuerwehr Gera

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